Der Notar

Notare sind besonders erfahrene Juristen, deren Urkunden für Rechtssicherheit, Rechtsfrieden und Schutz der Beteiligten sorgen. Notar kann nur werden, wer die Befähigung zum Richteramt nach dem deutschen Richtergesetz erlangt hat.

Rechtssicherung unabhängig von Staat und Auftraggeber

Der Notar wird als Amtsperson vom Justizminister ernannt. Notare werden „als unabhängige Träger eines öffentlichen Amtes für die Beurkundung von Rechtsvorgängen und anderen Aufgaben der vorsorgenden Rechtspflege“ bestellt. Durch seine Unabhängigkeit von Staat und Auftraggeber sichert der Notar allen Beteiligten ihr Recht. Aufgabe des Notars ist insbesondere die Betreuung bei schwierigen und folgenreichen Rechtsgeschäften. Der Notar ist nicht Vertreter einer Partei, sondern unabhängiger und unparteiischer Betreuer der Beteiligten. Ein Notar darf nicht tätig werden, wenn widerstreitende Interessen der Beteiligten durchgesetzt oder geklärt werden müssen.

Ein Notar ist in der so genannten vorsorgenden Rechtspflege tätig, wenn es um Angelegenheiten geht, wie Sie in unseren Leistungsbildern erwähnt sind (vergleiche unsere Seiten Immobilienrecht; Gesellschaftsrecht / Unternehmensrecht / Vereinsrecht; Erbrecht und vorweggenommene Erbfolge; Eherecht, Familienrecht und Scheidungsrecht; sonstige notarielle Dienstleistungen).

Notarielle Urkunden beweisen unwiderlegbar getroffene Vereinbarungen

Der Notar berät und belehrt über die Folgen der Geschäfte, zeigt Alternativen auf und formuliert Verträge, einseitige Erklärungen, Anträge etc., er beglaubigt Unterschriften sowie Urkunden und leistet Hilfestellungen bei allen Geschäften. Nach der Beurkundung überwacht der Notar die Abwicklung der Geschäfte wie zum Beispiel von Zahlungen, verwahrt treuhänderisch Gelder und sorgt für Eintragungen in öffentlichen Registern, wie etwa im Grundbuch oder im Handels- / Vereins- und Partnerschaftsregister.

Wesentliche Aufgabe des Notars ist es, den Willen der Beteiligten zweifelsfrei festzuhalten und auf mögliche rechtliche Tragweiten hinzuweisen, um zukünftige Streitigkeiten zu vermeiden. Notarielle Urkunden beweisen noch nach Jahrzehnten unwiderlegbar die getroffenen Vereinbarungen. Ansprüche aus notariellen Urkunden können durch den Notar wie Gerichtsurteile für vollstreckbar erklärt werden, was im Fall einer erforderlichen Zwangsvollstreckung hohe Kosten erspart.